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Versteckte Kosten am Arbeitsplatz – wenn günstig langfristig teuer wird
Viele Unternehmen wissen genau, was neue Möbel kosten. Doch deutlich weniger Unternehmen berechnen die Kosten eines Arbeitsplatzes, der für Störungen sorgt, die Leistung beeinträchtigt und langfristig teuer für das Unternehmen wird.
„Zufriedene und motivierte Mitarbeitende führen zu besseren Ergebnissen“, sagt Elisabet Nilsson, Produktmanagerin bei AJ Produkte.
„Zufriedene und motivierte Mitarbeitende führen zu besseren Ergebnissen“, sagt Elisabet Nilsson, Produktmanagerin bei AJ Produkte.

Ein Stuhl, auf dem man nicht bequem sitzen kann, ein Schreibtisch, der sich nicht anpassen lässt, oder eine Arbeitsumgebung mit zu viel Lärm, Störungen und ungünstigen Arbeitsabläufen mögen wie kleine Probleme wirken. Doch wenn diese Einschränkungen jeden Tag auftreten, beeinträchtigen sie Konzentration, Effizienz und Wohlbefinden und wirken sich langfristig auch auf die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens aus.
„Wenn ein Mitarbeitender jeden Tag nur wenige Prozent an Effizienz verliert, sind die Gesamtkosten schnell höher als die Investition in eine passende Arbeitsumgebung“, sagt Elisabet Nilsson, Produktmanagerin bei AJ Produkte.
„Wenn ein Mitarbeitender jeden Tag nur wenige Prozent an Effizienz verliert, sind die Gesamtkosten schnell höher als die Investition in eine passende Arbeitsumgebung“, sagt Elisabet Nilsson, Produktmanagerin bei AJ Produkte.
Eine günstige Lösung kann teuer werden
Wenn Unternehmen ihren Arbeitsplatz überprüfen, konzentrieren sich viele schnell auf den Anschaffungspreis. Dieser ist ein klarer Kostenfaktor. Deutlich schwieriger ist es, zu messen, wie sich ungünstige Arbeitsabläufe, unnötige Wege, Störungen und falsche Belastungen in Form einer geringeren Leistung auswirken.
Die Folge ist nicht nur kurzfristige Unzufriedenheit. Kleine Unterbrechungen, falsche Belastungen, hohe Lärmpegel und fehlende Bereiche für konzentriertes Arbeiten beeinträchtigen Konzentration, Arbeitszufriedenheit und Leistung. Wenn die Probleme schließlich zu krankheitsbedingten Ausfällen führen, kommen zusätzlich Fehlzeiten, Vertretungskosten, Einarbeitung und Produktionsausfälle hinzu.
Die Folge ist nicht nur kurzfristige Unzufriedenheit. Kleine Unterbrechungen, falsche Belastungen, hohe Lärmpegel und fehlende Bereiche für konzentriertes Arbeiten beeinträchtigen Konzentration, Arbeitszufriedenheit und Leistung. Wenn die Probleme schließlich zu krankheitsbedingten Ausfällen führen, kommen zusätzlich Fehlzeiten, Vertretungskosten, Einarbeitung und Produktionsausfälle hinzu.
„Viele akzeptieren wahrscheinlich, dass es eben so ist. Man denkt vielleicht nicht immer darüber nach, dass sich das, was jeden Tag stört, langfristig ebenfalls auswirkt. Doch auch die Zeit, die man damit verbringt, nach dem richtigen Material oder der richtigen Ausstattung zu suchen, oder Meetings, die nicht wie geplant verlaufen, verursachen Kosten“, sagt Elisabet Nilsson.
Forschungen der Universität Linköping zeigen, dass etwas mehr als die Hälfte des Produktionsausfalls im Zusammenhang mit Krankheitsfällen entsteht, während die betroffene Person noch arbeitet, also vor oder nach einer Krankschreibung, und nicht während der eigentlichen Abwesenheit. Das deutet darauf hin, dass die größten Kosten häufig durch eine geringere Leistungsfähigkeit im Arbeitsalltag entstehen. Das heißt, wenn Menschen trotz Schmerzen, Müdigkeit oder eingeschränkter Konzentration arbeiten und deshalb nicht ihre normale Leistung erbringen können.
„Ergonomie ist ein wichtiger Teil der Lösung. Dafür muss man jedoch über den Anschaffungspreis hinausblicken“, sagt sie.
Forschungen der Universität Linköping zeigen, dass etwas mehr als die Hälfte des Produktionsausfalls im Zusammenhang mit Krankheitsfällen entsteht, während die betroffene Person noch arbeitet, also vor oder nach einer Krankschreibung, und nicht während der eigentlichen Abwesenheit. Das deutet darauf hin, dass die größten Kosten häufig durch eine geringere Leistungsfähigkeit im Arbeitsalltag entstehen. Das heißt, wenn Menschen trotz Schmerzen, Müdigkeit oder eingeschränkter Konzentration arbeiten und deshalb nicht ihre normale Leistung erbringen können.
„Ergonomie ist ein wichtiger Teil der Lösung. Dafür muss man jedoch über den Anschaffungspreis hinausblicken“, sagt sie.
Deshalb reicht es nicht, günstig zu kaufen
Dass viele Unternehmen dennoch den direkten Kosten den größten Stellenwert einräumen, liegt oft daran, wie Budgets aufgebaut sind. Die Kosten für Ausstattung sind einfach zu erkennen, zu verbuchen und zu vergleichen. Die Kosten ineffizienter Arbeitsabläufe sind hingegen deutlich schwerer sichtbar zu machen.
„Man misst die Kosten für die Ausstattung, aber wie es zu Produktionsausfällen kommt oder welche Kosten durch die Einarbeitung von Mitarbeitenden entstehen, messen viele Unternehmen nicht“, sagt sie.
Dadurch wirkt eine günstige Lösung schnell wirtschaftlich sinnvoll, obwohl sie für das Unternehmen langfristig teurer werden kann. Ein relevanterer Ansatz ist ihrer Meinung nach, die Frage umzukehren: Was kostet es, die Dinge so zu belassen, wie sie derzeit sind?
Dadurch wirkt eine günstige Lösung schnell wirtschaftlich sinnvoll, obwohl sie für das Unternehmen langfristig teurer werden kann. Ein relevanterer Ansatz ist ihrer Meinung nach, die Frage umzukehren: Was kostet es, die Dinge so zu belassen, wie sie derzeit sind?
So kann die richtige Arbeitsumgebung die Wirtschaftlichkeit stärken
Ziel sollte es sein, konzentriertes Arbeiten zu erleichtern, unnötige Unterbrechungen zu reduzieren und bessere Voraussetzungen für Zusammenarbeit und Erholung zu schaffen. Das kann wiederum dazu beitragen, kleine tägliche Effizienzverluste zu reduzieren, die langfristig teuer werden können.
„Viele Unternehmen unterschätzen, wie wichtig die tägliche Arbeitsumgebung dafür ist, dass Menschen gerne bei ihnen anfangen, langfristig bleiben und gute Leistungen erbringen“, sagt Elisabet Nilsson.
„Viele Unternehmen unterschätzen, wie wichtig die tägliche Arbeitsumgebung dafür ist, dass Menschen gerne bei ihnen anfangen, langfristig bleiben und gute Leistungen erbringen“, sagt Elisabet Nilsson.
Doch ein besserer Arbeitsplatz erfordert mehr als neue Möbel. Auch Lärm, Licht, Arbeitsabläufe und der Zugang zur richtigen Ausstattung beeinflussen, wie effizient die Arbeit funktioniert.
„Beginnen Sie damit, sich anzusehen, wie der Arbeitsplatz tatsächlich funktioniert und wo es Dinge gibt, die stören oder den Arbeitsablauf erschweren. Sprechen Sie mit den Mitarbeitenden und testen Sie zunächst einfache Maßnahmen. Eine bessere Ergonomie, weniger Störfaktoren und mehr Abwechslung im Arbeitsalltag können einen großen Unterschied machen“, sagt sie.
„Beginnen Sie damit, sich anzusehen, wie der Arbeitsplatz tatsächlich funktioniert und wo es Dinge gibt, die stören oder den Arbeitsablauf erschweren. Sprechen Sie mit den Mitarbeitenden und testen Sie zunächst einfache Maßnahmen. Eine bessere Ergonomie, weniger Störfaktoren und mehr Abwechslung im Arbeitsalltag können einen großen Unterschied machen“, sagt sie.


















